Meine Gedanken zu Geschichten & Märchen

"Märchen sind mehr als wahr. Nicht, weil sie uns sagen, dass es Drachen gibt. Sondern weil sie uns sagen, dass Drachen besiegt werden können". G.K.Chesterton

Es sind nicht nur Drachen, die besiegt werden.
Es ist das grundsätzlich Böse, in welcher Gestalt es auch auftaucht.
 Die Angst, die Zweifel, die Mutlosigkeit, wenn es scheinbar keinen Ausweg gibt und noch etliches mehr. In jeder Geschichte, die seit Menschengedenken erzählt werden, stößt der Held, die Heldin an Grenzen. Sie fürchten sich, sind gelähmt vor Angst, zweifeln an sich, lassen auch mal mutlos den Kopf hängen.

Geben sie auf? Verzweifeln sie? Lassen sie Angst und Furcht dominieren?
Nein!
Sie gehen weiter. Solange, bis sie am Ende über das Böse siegen.

Märchen, Geschichten, Legenden, Sagen, Mythen lassen uns in eine wunderbare Welt eintauchen, entfachen das Feuer der Fantasie, berühren Herz und Seele, schenken Vertrauen und Zuversicht, lassen uns mutig werden, geben Trost, bringen zum Lachen,
geben Antworten auf Fragen und, ganz wichtig: sie übermitteln seit Menschengedenken Weisheiten und Wahrheiten.

Sie sind nun mal  eine universelle Zauberkraft.
Geschichten kennen weder Grenzen noch Raum noch Zeit. Sie behandeln die essentiellen, jeden Menschen betreffenden Themen. Geschichten und Märchen bauen Brücken und verbinden Generationen, Kulturen, Gestern und Heute und Religionen.

Genau wie Essen stillen Märchen ein Urbedürfnis.
Das Sehnen nach Gemeinsamkeit, Frieden, Freude und Liebe, Hoffnung und Zuversicht.

Viel gibt es noch über Geschichten zu schreiben,
doch viel besser ist es, sie zu erzählen. Sie von Ohr zu Ohr, von Geist zu Geist und von Herz zu Herz wandern zu lassen. Und manchmal auch zu sehen, dass die erzählte Geschichte genau die Geschichte ist, die ein anderer grade braucht.
Deshalb liebe ich es zu Erzählen.

Naja, und in Wales heißt es, dass Novembermenschen als Chwedleuwr (Storyteller) auf die Welt gekommen sind.